Diskussionsrunde auf der Unternehmermesse Business to Dialog B2D am 21.Mai 2008

„Eine Unternehmenskultur der Offenheit und Toleranz ist ein Erfolgsfaktor“

Potsdamer Unternehmer und Führungspersönlichkeiten lobten beim Expertengespräch während der Messe „bd2 - business to dialog“ (Mittwoch) das Potsdamer Toleranzedikt als wichtige Initiative für die Wirtschaft. „Eine Unternehmenskultur der Offenheit und Toleranz ist ein Erfolgsfaktor“, wies Dr. Pia-Maria Zecevic, Director Communications DPD GeoPost, auf die Bedeutung des Potsdamer Toleranzediktes für die hiesigen Unternehmen hin. Linda Mihalic, Vertriebsdirektorin Mittelstand der Oracle Deutschland GmbH, hob besonders den Charakter des bürgerschaftlichen Engagements hervor: „Toleranz kann man lernen. Das müssen der Kindergarten, die Schule, auch die Eltern vermitteln. Daher unterstützen wir das Potsdamer Toleranzedikt, denn das ist der richtige Weg – hoffentlich bewegt es etwas.“ Zum Spannungsfeld vom harten Wettbewerb auf dem freien Markt und Toleranz meinte der Präsident des Marketing Club Potsdam, Götz Th. Friederich: „Der Wettbewerb braucht einen inneren Toleranzleitfaden. Ein toleranter, fairer Wettbewerb muss in das Selbstverständnis jedes Unternehmens.“ Linda Mihalic machte dabei besonders darauf aufmerksam, dass die Verantwortung eines Unternehmens gegenüber der Gesellschaft nicht werbeträchtig motiviert sein sollte. „Es geht darum, die Mitarbeiter zu individuellem Engagement zu ermutigen.“

Auf großes Interesse bei den Podiumsteilnehmern und Ausstellern der Messe „bd2“ für kleine und mittlere Unternehmen stieß ein Aspekt des Potsdamer Toleranzediktes: Das Anliegen der Initiative, den Austausch zwischen zugezogenen und gebürtigen Potsdamern oder zwischen Einwohnern der verschiedenen Stadtteile zu fördern. Dies wirke sich besonders positiv auf den Standortfaktor Potsdam aus, war von verschiedenen Unternehmern zu hören. „Der Ruf von Potsdam als tolerante Stadt ist sehr wichtig, um neue qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Der Bedarf dafür bei uns ist da“, sagte Linda Mihalic.

Professor Heinz Kleger, der Initiator der Initiative Potsdamer Toleranzedikt, erörterte daher die Reichweite der Diskussion in Potsdam: „Wir wollen mit dem Potsdamer Toleranzedikt rein in die Stadtteile und nicht nur im Zentrum präsent sein.“ Daher präsentiert sich die Initiative etwa mit einem Informationsstand auf dem Schlaatzer Stadtteilfest am 31. Mai 2008. Zudem rief Kleger die Potsdamer Unternehmen dazu auf, die „Charta der Vielfalt“ zu unterzeichnen. Die „Charta der Vielfalt“ unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel ist ein grundlegendes Bekenntnis zu Fairness und Wertschätzung von Menschen in Unternehmen. Durch die Unterzeichnung verpflichten sich Unternehmen ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen und Ausgrenzung ist. Interessierte Potsdamer Unternehmen können sich dafür direkt an das Potsdamer Toleranzedikt wenden.

Die Diskussionsbeträge der Veranstaltung haben wir hier für Sie bereitgestellt:

Unternehmen als Teil einer offenen und toleranten Stadt der Bürgerschaft, Prof. Heinz Kleger

Wirtschaft und Toleranz – kreative Stadt, Heinz Kleger, André Lomsky, Franz Weigt

Die "Charta der Vielfalt" im Wortlaut

Weblink: www.charta-der-vielfalt.de