Beiträge vom Potsdamer Humboldt Gymnasium

Diskussion des Textes "FĂĽr eine offene und tolerante Stadt der BĂĽrgerschaft" von Prof. Heinz Kleger

Moderator: Moderation

Beiträge vom Potsdamer Humboldt Gymnasium

Beitragvon Moderation am Donnerstag 4. September 2008, 21:08

Hier finden sie einige der vielfältigen Schüler-Arbeiten. Neben der Beschäftigung im Unterricht mit dem Thema Toleranz entstanden hier Gedichte, Aufsätze und ein eigener Rap-Song. Anfang Juli veranstalteten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam ein Afrikafest und sammelten Geld für eine Taubblindenschule in Ghana.

Die umfangreichen Arbeiten können Sie unter folgender Adresse einsehen: http://www.potsdamer-toleranzedikt.de/index.php?article_id=362

Gedanken zu den Thesen (Auszug)

Eine neue Bürgerschaft fällt nicht vom Wertehimmel, sie bildet sich in Konflikt und Kooperation, Wahrnehmung und Neugierde, Unverständnis und Gespräch.

Diese These ist meiner Meinung nach die Vielfältigste. Sie umfasst viele Möglichkeiten der Interpretation. Das 1. Konflikt und Kooperation könnte man an dem Beispiel erklären, dass ja in Potsdam auch viele Konflikte entstehen, zwischen Ausländern und Deutschen, solche Probleme sollte man in Kooperation klären. Wahrnehmung und Neugierde ist auch ein Unterschied, etwas wahrnehmen ist nicht gleich wie Neugierde zeigen. In Potsdam sollten sich mehr Leute für andere Religionen und Kulturen zu interessieren. Es bereichert eine Stadt ungemein, wenn viele verschiedene Leute auf einander treffen und voneinander lernen können. Unverständnis und Gespräch bedeutet, dass wenn etwas auf den 1. Blick unverständlich und anders erscheint, dieses durch ein Gespräch geklärt werden kann. Es sollten Vorurteile vermieden werden!

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Ich laufe durch den Park Sanssouci und begegne vielen Spaziergängern, Touristen und glücklichen Familien mit Kleinkindern. Auch ein paar Jugendliche sehe ich auf den Wiesen, sie spielen Fußball oder singen oder sind einfach nur glücklich, Zeit miteinander verbringen und das schöne Wetter in der Natur genießen zu können. Das war vor knapp 10 Jahren. Wenn ich heute durch den Park laufe, sehe ich Touristen. Touristen und Spaziergänger. Keine glücklichen Familien, die am Sonntag gemeinsam in den Park fährt um zu picknicken und Zeit gemeinsam zu verbringen. Und die Jugendlichen? Die sind schon lange fort. Grund dafür sind die neuen Verbote, Unbefugten ist das Betreten verboten!, Kein Fuß auf Rasenflächen!, Kein Spielplatz hier!, ... Potsdam hat sich verändert. Manche würden sagen ins Positive, andere würden sofort widersprechen und das wären wir Jungendlichen! Die Verbote hindern uns, uns zu treffen, uns „auszuleben“, um Spaß zu haben. Die verschiedenen Parks werden geschlossen, die Jugendclubs ebenfalls und der See? Na der, der ist neuerdings gesperrt. Was sollen wir Jugendlichen machen? Wir haben keine Chance ... Wir sind die Zukunft der Stadt, mitreden dürfen wir trotzdem nicht. Stadtschloss? Abstimmung mit alten Menschen, außer der eigentlichen Zukunft, die damit „leben“ muss.

Wir tolerieren die Erwachsenen und Alten, wir nehmen Rücksicht und so. Aber als Gegenleistung bekommen wir nichts! Es beschweren sich alle, Jugendliche würden nur rumhängen und Nichtstun, aber was? Was sollen wir denn machen? Wir haben keine Möglichkeiten am Nachmittag.
Toleranz erfahren wir nicht.
Wie sollen wir sie lernen??

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Zur 4. These: Die Stadtbürgerschaft ist eine Einwohnerbürgerschaft, die Kinder und Jugendliche ebenso umfasst wie alle Ausländer.

Die These bedeutet, dass jeder, der in der Stadt Potsdam lebt, als Einwohner gilt, egal ob er ein Kind ist oder im Asylbewerberheim wohnt. Jeder der in Potsdam wohnt, egal ob umgezogen oder hier geboren, hat die gleichen Rechte, Freiheiten und Pflichten. Es sollte außerdem kein unnötigen Unterschied zwischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen geben. Unnötige Unterschiede heißt zwar schon Unterschied zwischen Kindern und Erwachsenen machen, z.B. Wahlrecht, aber keine unnötigen wie Kinderverbote.
Auch Ausländer oder wie in Potsdam auch Asylbewerber sollten nicht in irgendeiner Weise benachteiligt werden, gleichgültig woher sie kommen und ob sie Flüchtlinge sind oder eine andere Hautfarbe als wir haben. Alle Stadtbürger sollten also gleichberechtigt sein. Ich glaube, dass in Potsdam oder Deutschland in dieser Hinsicht noch etwas getan werden kann.
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Re: Beiträge vom Potsdamer Humboldt Gymnasium

Beitragvon bildung am Freitag 5. September 2008, 19:59

Klasse Beiträge!

Insbesondere der 2. ist wirklcih sehr treffend und klar formuliert.
Wirklich gut!
Initiative "Bildung sta(d)t Schloss"

http://www.bildungstadtschloss.de

Forum der Initiative "Bildung sta(d)t Schloss"

http://bildungstadtschloss.siteboard.eu
bildung
 
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